Kein Geringerer als Kurfürst Karl Theodor erteilte 1783 Dietrich Wimar Forsbach die Konzession zum Bau einer Mahlmühle am Kupfersiefer Bach. Die älteste Nennung Kupfersiefens geht ins 15. Jahrhundert zurück, wobei sich „copfersyven" auf den Hof Kupfersiefen, wenige hundert Meter rechts oberhalb gelegen, bezieht.
Die Gebäude aus dieser Zeit sind weitgehend nicht mehr erhalten, wenn auch der Mühlenkeller selbst auf diese Zeit zurückgeht und noch vollständig vorhanden ist. Vor einigen Jahren hat die Gemeinde Rösrath das oberschlächtige Mühlrad komplett wiederherstellen lassen. Zur Wiederinbetriebnahme der Anlage bedarf es allerdings eines Investors, der in Zeiten leerer öffentlicher Kassen bisher nicht in Sicht war.
Sehr einträglich kann jedoch das Geschäft mit der Kupfersiefer Mühle nicht gewesen sein, denn wie alle Rösrather Mühlen an Nebenflüssen der Sülz war sie wegen häufiger Trockenheitsperioden im Sommer steuerreduziert. So versuchte man sein Glück in der Kupfersiefer Mühle mit einem anderen Gewerbe, der Schnapsbrennerei, die 1820 erstmals erwähnt wird.
Der Name Kupfersiefen hat natürlich seinen Ursprung von den Mineralien, die hier vorkamen. So ist für das 19. Jahrhundert der Betrieb einer Grube „Rudolphus" nachgewiesen. Ein 300 Meter langer Stollen wurde etwa 100 Meter hinter der Mühle in den Lüghauser Berg getrieben. Reste des Luftschachts sind heute noch zu erkennen. Die Erzfunde, Bleiglanz und Kupferkies waren wenig ergiebig. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Betrieb eingestellt. 1941 bis 1944 versuchte man den Stollen wieder zu öffnen, kam aber zu keinem brauchbaren Ergebnis.
1991/92 wurde die Kupfersiefer Mühle, die jahrelang im Besitz der Familie Lindenberg gewesen war, saniert und in ein Seminar- und Therapiezentrum umgebaut, die alte Fachwerkscheune an der Straßenseite wurde durch einen modernen Anbau ersetzt.
(Quelle: Geschichtsverein Rösrath www.gv-roesrath.de, Rösrather Stadt-Wanderungen, Band 1 und Band 3)
Im Oktober 2006 haben die Eheleute Christian & Heike Jedinat aus Heidelberg die Kupfersiefer Mühle gekauft, um hier zu leben und zu arbeiten. Das Seminarhaus bietet seinen Gästen zwei Veranstaltungsräume (100 m² + 35 m²) und Übernachtungsmöglichkeiten für 17 Personen in 11 Zimmern. Die Räume stehen sowohl für Seminare und Workshops als auch für Privat- oder Firmenfeiern zur Verfügung.
Weitere Informationen finden Sie auf www.kupfersiefermuehle.de.
Christian Jedinat betreibt darüber hinaus einen Fachversandhandel für Zauberartikel und eine Zauberschule für Erwachsene. Die Zauberkurse finden sowohl in der Kupfersiefer Mühle statt als auch in Hamburg, Frankfurt/M., Stuttgart, Baden-Baden und München.
Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.jedinat.com und
www.die-zauberschule.de.